
Das Spiel des Bären (熊戲 Xióng Xì)
Der Bär verkörpert im Wuqinxi die Kraft des Verwurzelten, Schweren, Unbeirrbaren. Seine Bewegungen wirken äußerlich unbeholfen, entwickeln aber aus dieser scheinbaren Plumpheit eine erdige Stabilität, die nichts erschüttern kann. Der Bär bewegt sich aus dem Zentrum heraus, sein Gewicht sinkt tief, seine Schritte greifen fest in den Boden.
| Aspekt | Bär |
|---|---|
| Wandlungsphase | Erde (土 Tǔ) |
| Zang-Organ | Milz (脾 Pí) |
| Jahreszeit | Spätsommer / Übergangszeiten |
| Bewegungsqualität | Schwer, verwurzelt, zentriert, langsam wiegend |
| Körperlicher Fokus | Dantian, Hüften, unterer Rücken, Verdauungsorgane |
| Qi-Wirkung | Zentriert und nährt das Qi, stärkt die Mitte |
| Emotionaler Ausdruck | Gelassenheit, Beständigkeit, innere Ruhe |
| Pathologische Tendenz | Grübeln, Sorge, gedankliches Kreisen |
| Therapeutische Indikation | Verdauungsschwäche, mangelnde Erdung, Erschöpfung |
| Archetypische Qualität | Der nährende Hüter, der in sich selbst ruht |
Die Bärenübungen kultivieren jene Mitte, aus der heraus alle anderen Bewegungen organisiert werden – Erde als Drehpunkt der Wandlungsphasen, Milz als Transformator von Nahrung in Lebenskraft.
Vertiefung: Das Spiel des Bären